William Vickrey

Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften 1996



«Vorschläge zur effizienten Bodenwertsteuer»

Die Rede wurde am 4. November 1995 gehalten am Jerome Levy Economics Institute of Bard College, N.Y.




1. Der effiziente und kompetitive Staat

Die Abschöpfung des jeweiligen Standortwertes, welcher die Verfügbarkeit einer Lokalität in einer Stadt (bestehend aus Gütern und Dienstleistungen) ausdrückt, welche unter Skalenerträgen produziert und für die effiziente Allokation die marginalen Kosten verrechnet, wird unter Wettbewerbsbedingungen gerade genug sein, der Gemeinde die nötigen Mittel für ihre Aufgaben zu verschaffen.

2. Der Vergleich zwischen städtischem und landwirtschaftlichem Land

Um den Standortwert urbaner Anziehungspunkte, die nicht durch die Anwesenheit einer Stadt verursacht ist, zu trennen, wäre es angebracht, als Basis für die Bodenertragswertsteuer für Gemeinde- oder Agglomerationsbedürfnisse den geschätzten Marktwert zu nehmen (abzüglich eines fixen Betrages pro m2, welcher den Wert des umliegenden Bodens für Landwirtschaft oder andere Verwendungen widerspiegelt). Dies würde auch die Schwierigkeit unterschiedlicher Raten über Gemeindegrenzen hinweg vereinfachen. Der Wert bis zu diesem fixen Betrag könnte als Basis für eine Bodenwertsteuer BWSt für kantonale Zwecke dienen.

3. Die Landbesitzer als Gewinner

Wenn wir von einer effizienten Situation ausgehen, in der Arbeit und Kapital in der langen Sicht völlig mobil sind, so dass die Gewinnströme an Arbeit und Kapital durch die nationalen oder regionalen Bedingungen gegeben sind, fallen alle Gewinne einer Effizienzsteigerung den Eigentümern des fixen Faktors, Land, zu.

Ein Beispiel: Wenn die Grundeigentümer von New York wüssten, was für sie gut wäre, dann würden sie enthusiastisch für eine erhöhte Steuer auf den Landwerten stimmen, um damit die Billetpreise der Untergrundbahn zu senken. Im speziellen für Zeiten ausserhalb des Stossverkehrs und für kürzere Reisen. Damit würden sich Frequenz und Qualität der Dienstleistung erhöhen und damit den Gegenwert steigern, den die New Yorker für ihre Unkosten für den Öffentlichen Verkehr erhalten. Dadurch würde die Stadt attraktiver und damit langfristig die Landrenten stärker steigen als die Steuer selbst. Dies vorausgesetzt, dass die Steuergelder effizient genutzt werden und nicht in einem administrativen Wasserkopf verschwinden oder in wahnwitzigen Bauprojekten (63. Strasse) verlocht oder als mehr-als-generöse «fringe benefits» verschenkt werden (Ein Beispiel hier ist die Lindsay-Siedlung, welche es den Beamten erlaubt, sich bereits nach 20 Dienstjahren mit einer Pension in der Höhe des halben letzten Jahressalärs, inklusive Überzeit und Urlaubsprämien, zur Ruhe zu setzen).

4. Kurz- und langfristige Folgen einer Steueränderung

Die effektive Wirkung einer Verschiebung der Immobiliensteuer hin zu einer Standortwertbesteuerung bei Grundeigentum an ähnlichen Standorten, welche aber zur Zeit unterschiedlich bebaut sind, wird in der langen Frist gegenteilig sein von dem, was man in der kurzen Frist erwarten würde. Obschon der Besitzer eines ungenutzten Grundstückes eine Steuererhöhung antreffen mag, während sein Nachbar mit einem bebauten Grundstück auf eine Senkung seiner Steuern trifft, kann es mittelfristig, durch die Aufhebung der Steuern auf Investitionen, für den Besitzer des brachliegenden Landes profitabel werden, ein Gebäude aufzustellen, welches den neuen Umständen entspricht. Dabei wird er das meiste seiner Steuererhöhung ­ oder gar alles ­ im Prozess wieder hereinholen. Auch wenn in Betracht gezogen wird, dass der Marktmietwert von Raum sinken wird. Während diese Senkung der Raumkosten die Bodenerträge von bereits bebauten Grundstücken um einen Grossteil der Steuersenkung ­ oder gar die ganze ­ ausmachen mögen.

5. Zersiedelung der Landschaft

Die Bodenwertsteuer BWSt tendiert langfristig dazu, der Verstädterung der Landschaft Einhalt zu gebieten, die verdichtete Bauweise zu fördern und die Standortwerte in den Zentren zu erhöhen, während sie in der Peripherie sinken werden. Dieser Tendenz werden einzig die Zonenplanung und in Betrieb genommene Transportmöglichkeit en (Auto/Bahn/Flugzeug) entgegenwirken.

6. Ricardianische Äquivalenz

Für eine Gemeinde (community), die sich voll auf die Bodenertragswertsteuer BWSt verlässt, ist die ricardianische Äquivalenz voll gewährt, während die keynsianische Fiskalpolitik impotent bleibt. In einer Situation, wo verschiedene Standortwerte über die Zeit proportional und im gleichen Rhythmus steigen, ist jede Verschuldung schlussendlich eine allgemeine Hypothek auf den Bodenwerten. Jede Finanzierung durch Verschuldung wird den Marktwert des Bodens (d.h. den Ertragswert) genau um den Teil senken, welcher einer Senkung der gängigen Steuern entspricht. Damit findet sich der Steuerzahler in ein und derselben Position.

Wo die Standortwerte mit unterschiedlichen Raten anwachsen, mag es zu einigen Nettovermögens-Verschiebungen zwischen den Landbesitzern kommen. Doch der globale makroökonomische Effekt wird aller Voraussicht nach derselbe sein. Auf jeden Fall wird es gegenüber der Kreditfinanzierung immer noch Vorteile geben, solange der Zinssatz auf öffentlichen Anleihen tiefer ist als der Zinssatz auf privaten Hypotheken oder der risikobereinigte Ertrag aus privaten Investitionen. Dies mag von den Grenzerträgen herrühren oder den tieferen Transaktionskosten für die grössere Transaktion zu Grunde liegen. Oder die bessere Kreditwürdigkeit der Öffentlichen Hand gegenüber den privaten Parteien ausdrücken. Oder, in den USA, der Tatsache Rechnung tragen, dass Zinseinkommen aus Gemeinde- und Kantonsanleihen von der Direkten Bundessteuer (Federal Income Tax) ausgenommen sind. Es wird auch zu einer Vereinfachung des Immobilienmarktes kommen, da für Transaktionen, bei denen beim Grundeigentum eine effektiv eingebundene Hypothek vermutet wird, weniger private Mittel benötigt werden.

Wo die einzige Steuer zur Defizitreduzierung eine Steuer auf den ganzen Liegenschaften ist (inklusive Investitionen/Verbesserungen), kann das Vorhandensein einer Schuldenlast schwerwiegende Konsequenzen haben. Ein Investor, der ein Gebäude erstellt, vermutet dabei (zumindest vorläufig) einen erhöhten Anteil an der Tilgungslast, welche erst später von anderen, ihm folgenden Investoren teilweise mitgetragen wird. Dies ist bereits eine substantielle Belastung, stärker und höher als die Steuer, welche für die laufenden Ausgaben der Gemeinde nötig wäre. Sobald nun ein Punkt erreicht wird, wo der Zweifel an der kommenden Entlastung langsam der Wahrscheinlichkeit weicht, wird der Zweifel sich selbst verwirklichen und die Bauaktivitäten zu einem vollständigen Stopp bringen. Versuche, mit Budgetdefiziten die unterschiedlichen Zinssätze auszunützen, werden sich als unklug erweisen.

In einer Gebietshoheit, welche auf Mehrwertsteuern oder Einkommenssteuern basiert, bewirken die Schulden nicht das gleiche. Hier versagt die ricardianische Äquivalenz und die keynsianische Fiskalpolitik zeigt Wirkung.

7. Landrente für die Strassenbenützung

Ein wichtiger «Standort», für dessen Gebrauch Zahlungen an die Öffentliche Hand gemacht werden sollten, sind die überlasteten Strassen und Autobahnen. Idealerweise würden die Raumbenutzungsgebühren mit den marginalen sozialen Kosten eines jeden einzelnen Anspruchs übereinstimmen. Egal, welcher effektive Landwert einem betroffenen Stück Boden zugewiesen wird. Der Strassenraum hat einen Knappheitswert, welcher wenig gemeinsam mit den Werten von nahen Grundstücken in Privatbesitz hat. Dies ist durch die sehr hohen Kosten einer Strassenerweiterung oder anderen öffentlichen Leistungen gegeben.

Im Falle des Parkierens an der Strassenseite sollten die Gebühren nach Zeit und Ort so angepasst werden, dass fast immer leere Plätze in angenehmer Distanz vorhanden sind. Vorausgesetzt, Parkplätze seien erwünscht. Sobald mehr als genug leere Parkplätze vorhanden sind, sollten die Gebühren auf Null fallen. Der normale Parkingmeter kann dies nicht unterscheiden. Alternative Methoden, die Gebühren einzutreiben, sind vorhanden. Eine davon braucht nur geringe Investitionen. Es sind dies Parkkarten, die im voraus gekauft und jeweils vor Ort gemäss eines Tarifanschlags entwertet und im Auto sichtbar deponiert werden. Andere Methoden, welche grössere Investitionen an der Strassenseite verlangen, können es erlauben, die Gebühren zum Zeitpunkt des Wegfahrens zu bestimmen. Dadurch würde es unnötig, die Dauer und die Gebühren im Voraus zu bestimmen und die Gebühr könnte so errechnet werden, dass sie die aktuellen Ausnutzungsziffer berücksichtigt.

Für Brücken und Tunnels, wo Staus sich oft ereignen, sollten die Gebühren der Tageszeit nach variieren. Dermassen angepasst, dass die Gebühren zu jedem Zeitpunkt mit dem Produkt des erwarteten Zeitabschnitts bis zum nächsten Unterbruch im Strom entsprechen, multipliziert mit einem durchschnittlichen Verspätungswert pro Fahrzeugstunde. Für den typischen morgendlichen Stossverkehr könnte dies bedeuten, dass jeder wiederkehrende Benützer sein Heim um so viele Minuten später verlassen könnte, als er jetzt im Stau verbringt, und doch erreichte er zur gleichen Zeit sein Ziel. Die bezahlte Gebühr würde so dem eingesparten Wert der Zeit derjenigen entsprechen, welche ihre Zeit ein bisschen unter dem Durchschnitt werten.

Diejenigen, die ihre Zeit als relativ wertlos betrachten, könnten somit so lange warten, wie sie normalerweise im Stau verbringen würden, könnten dann aber die Strasse mit der billigeren Rate oder gar gratis benützen. Alle erhielten somit eine Alternative, die substantiell den herrschenden Konditionen entspricht, oder ein bisschen besser ist, für den, der es wünscht. Damit ist garantiert, das keiner durch diese Veränderung verliert. (Der abendliche Stossverkehr, hauptsächlich ausgangspunktorientiert und nicht zielpunktorientiert, ist nicht symmetrisch dazu und deshalb etwas weniger offensichtlich.)

Es ist wichtig, dass die Gebühren graduell variieren und nicht sprungweise durch einen Hoch- und einen Niedertarif determiniert sind. Damit kann aggressives Fahren und das grosse Warten auf die substantiellen Gebührenänderungen verhindert werden. Es gäbe so auch einen Anreiz für diejenigen, die zur Hauptverkehrszeit reisen, ihr Timing zu perfektionieren. Die Zahlungen können entweder durch elektronische Geräte für Vielfahrer oder Couponsysteme für unregelmässige Benützer erfolgen.

Für Staus auf einem Stadtstrassen- oder Autobahnnetz kann man die Gebühren erheben, indem die Autos permanent oder temporär über Identifikationscodes verfügen, welche durch strassenseitig angebrachte Melder aufgefangen werden, welche jedes Fahrzeug erfassen, welches in einer bestimmten Gegend ein- und ausfährt. Die gemachten Aufzeichnungen können mit dem Computer mit den jeweiligen Gebühren multipliziert und dem Fahrzeughalter in monatlichen Rechnungen zugestellt werden.

Damit Taxis die Gebühr den Kunden weiterverrechnen können ­ oder für diejenigen, die ihre Anonymität wahren möchten ­ können Apparate zur Verfügung gestellt werden, welche durch Eintritt in eine Gebührenzone zu zählen beginnen (die momentane Rate auf einem Display gut sichtbar). Die Gebühr kann mit einem Taxcardsystem anonym eingezogen werden.

Der generelle Effekt wäre, dass der Verkehrsfluss sich erhöhen würde. Dabei reduziert sich die Umweltverschmutzung und der CO2-Ausstoss. Zusätzlich käme die Gemeinde zu dringend benötigten finanziellen Mitteln. Wo der Verkehr oft total zusammenbricht (wie es in Midtown Manhattan zwischen 11 Uhr morgens und 7 Uhr abends der Fall ist) wird das System eher einen Anstieg als einen Rückgang des totalen Bewegungsvolumens über den Tag hinweg bewirken. Da die Verkehrsdichte zu Stosszeiten abnehmen wird, können zwar nun weniger, jedoch relativ schnellere Autos mehr Fahrzeugkilometer pro Stunde leisten. Mehr Bewegung, schnellere Bewegung, mehr Einkommen, weniger Verschmutzung.

8. Feuerwehr

Oberflächlich betrachtet mag es erscheinen, dass die Kosten der Feuerwehr den brennbaren Bauten angelasstet werden sollten, die von deren Schutz profitieren. Aber vom Standpunkt der marginalen sozialen Kosten aus gesehen, sind praktisch alle Kosten des Feuerschutzes im Standortwert eingeschlossen. Einer gewissen Gegend einen gewissen Schutz zu garantieren wird kaum durch die Anzahl der Gebäude in der Gegend beeinflusst. Es gibt die Abnützung des Materials und das Risiko von Unfällen beim Personal bei Einsätzen. Dazu kommt die Möglichkeit, dass die Reaktionszeit beim zweiten Feuer länger sein mag, wenn die örtliche Einheit gerade ein erstes Feuer bekämpft und eine andere Einheit von einem weiter gelegenen Stützpunkt herbeieilen muss. Diese Elemente sind aber unwesentlich, gemessen zu den Lohnkosten der einsatzbereiten Feuerwehr und der Kapitalkosten des Feuerwehrmagazins und der Ausrüstung. Vermutlich sind sie geringer als 20% der totalen Kosten.

Der Besitzer eines Tennisplatzes, welcher neben einem Feuerwehrmagazin liegt, kann sich diese Art von Nutzung des Bodens nur leisten, wenn die Anlage für seine Kunden günstig liegt und er eine Gebühr verlangen kann, die mindestens soviel abwirft, wie wenn er das Land anders nutzen würde. Dass er weder die Feuerwehr noch andere Dienstleistungen wie Wasser, Abwasser, Gas, Elektrizität, Telefon, Kabelanschluss, Postdienste und ähnliche Dinge direkt braucht, die dieser Standort mit sich bringt, sollte ihn nicht davor befreien, mitzuhelfen, die Kosten der öffentlichen Dienstleistungen mitzutragen, welche entlang seines Grundstück geführt werden müssen. Genau gleich wie wir keine Reduktion erwarten können, wenn wir einen Wagen mieten und die Scheinwerfer nicht brauchen, oder die Scheibenwischer oder den Rücksitz.

So wie die Dinge heute stehen, enthalten die Rechnungen des Elektrizitäts- oder Gaswerkes die genannten Unkosten für die Umgehung des Tennisplatzes, aber auch sämtliche Unkosten ausgedehnter Einfamilienhäusersiedlungen und Baulücken. Das Ergebnis ist deshalb nicht nur ineffizient, sondern regressiv. Überdies steigen die Landpreise oder die Landrenten wegen der zur Verfügung gestellten Dienstleistungen, jedoch weniger, als wenn sie zu Grenzkosten bereitgestellt würden.

9. Wettbewerb zwischen Städten

Solange Arbeit und Kapital mobil sind und die effizienten Grenzkosten nicht verrechnet werden ­ wie mit der Bodenertragssteuer ­ können die Landbesitzer durch die Wahl des effizienteren Verwendungsmoduses gewinnen. Dabei sichern sie sich die Nettorente, welche ausdrückt, um wiewiel sie effizienter sind als ihre Mitbewerber. Sobald sich die BWSt etabliert, wird für diejenigen Städte, welche nun im Wettbewerb mit anderen ähnlichen Städten (Standorten) stehen, dieser Netto (nach Steuern) Standortwert wegfallen, da dieser durch die relativ tieferen Preise für die städtischen Dienstleistungen wettgemacht sein wird. Davon profitiert die Allgemeinheit. Nicht-städtische Bodenerträge (Renten), wie diejenigen welche die Fruchtbarkeit des Bodens widerspiegeln, können bleiben. Ebenso die Renten in den Städten mit einem gewissen Grade an Einmaligkeit wie: das Hafenbecken, eine attraktive Umgebung, oder eine herausragende Position in einer speziellen Aktivität wie Unterhaltung, Kleidung oder Finanzwesen.

William Vickrey

Synonyme:

Bodenwertsteuer, Bodenertragswertsteuer, Land Value Tax, Standortbesteuerung, Single Tax. Die heutzutage diskutierte Marktmiete zielt in die gleiche Richtung, würde aber den Bodenbesitzern die volle Rente zuspielen, was grosse volkswirtschaftliche Schäden verursacht. Im Konzept der Marktmiete werden die Investitionen nicht vom Standortwert getrennt. Die Steuern lasten also weiterhin auf Arbeits- und Kapitaleinkommen.

Immerhin unterstützen 7 weitere Nobelpreis- und andere Würdenträger die Forderungen nach Vickreys menschlicher Steuer(ungs)politik: (Vgl. American Journal of Economics and Sociology, 1993, # 52/2 S. 256)



Milton Friedman (1976): «I share your view that taxes would best be placed on the land, and not on improvements.» .

Paul Samuelson (1970): «Pure land rent is in the nature of a "surplus" which can be taxed heavily without distorting production incentives or efficiency. A land value tax can be called "the useful tax on measured land surplus".»

Franco Modigliani (1985): «It is important that rent of land be retained as a source of government revenue. Some persons who could make excellent use of land would be unable to raise money for the purchase price. Collecting rent annually provides access to land for persons with limited access to credit.»

Herbert Simon (1978): «Assuming that a tax increase is necessary, it is clearly preferable to impose the additional cost on land by increasing the land tax, rather than to increase the wage tax ­ the two alternatives open to the City (of Pittsburgh). It is the use and occupancy of property that creates the need for municipal services that appear as the largest item in the budget ­ fire and police protection, waste removal, and public works. The average increase in tax bills of the city residents will be about twice as great with wage tax increase than with a land tax increase.»

James Buchanan (1986): «The landowner who withdraws land from productive use to a purely private use should be required to pay higher, not lower, taxes.»

James Tobin (1981): «I think in principle it's a good idea to tax unimproved land, and particulary capital gains (windfalls) on it. Theory says we should try to tax items with zero or low elasticity, and those include sites.»

Robert Solow (1987): «User of land should not be allowed to acquire rights of indefinite duration for single payments. For efficiency, for adequate revenue and for justice, every user of land should be required to make an annual payment to the local government equal to the current rental value of the land that he or she prevents others from using.»

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"Es stimmt, dass das Landmonopol nicht das einzige Monopol ist, das existiert, aber es ist bei weitem das grösste aller Monopole ­ es ist ein immerwährendes Monopol und es ist die Mutter aller andern Monopolformen. Ich habe am Laufmeter Reden über die Bodenrentenbesteuerung gehalten, und Sie wissen, was für ein Unterstützer dieser Politik ich bin." Winston Churchill (1874-1965)

"Wenn es eine Einkommenssteuer gibt, bezahlt der ehrliche Mensch mehr und der unehrbare Mensch weniger auf dem gleichen Einkommen." Plato (ca. 427-347 v. Chr.)



"Grundrenten sind eine Art von Einkommen, welches der Besitzer in vielen Fällen ohne Bemühen oder Einsatz seiner selbst geniesst. Grundrenten sind deshalb wohl die Art Einkommen, welche eine spezielle Steuer am besten ertragen." Adam Smith (1723-1790)

"Das Monopol an Land ist die Basis des Monopols an Kapital." Karl Marx (1818-1883)

"Damit Gerechtigkeit zwischen den Menschen besteht, ist es für die Gemeinde nicht notwenig, das Land zu besitzen, es ist nur nötig, die Landrente einzuziehen." Henry George (1839-1897)


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